iPalazzo Pitti · Oltrarno
Nach vierjähriger Renovierung wiedereröffnet, zeichnen die neuen Säle des Museum of Costume and Fashion die Geschichte der Haute Couture von der Charleston-Ära der 1920er bis in die 1980er Jahre nach – verteilt auf neun Räume, mit Stücken von Schiaparelli, Yves Saint Laurent, Pierre Cardin und Roberto Capucci, die neben Gemälden des 20. Jahrhunderts präsentiert werden.
Der erste Raum eröffnet mit dem Kleid, das die Frau von Galileo Chini 1926 zur Premiere von Puccinis Turandot an der La Scala trug – präsentiert mit einem Triptychon von Chini selbst. Es folgen neun Räume mit 40 Kleidungsstücken aus dem 20. Jahrhundert, viele davon erstmals zu sehen, neben Gemälden aus ihrer jeweiligen Zeit.
Der Rundgang führt durch die Charleston-Jahre und weiter in zwei Räume zur Zwischenkriegszeit, in denen Schiaparelli und Vionnet Felice Casoratis Lo straniero gegenüberstehen. Nach dem Krieg folgen ein seltenes frühes Modell von Yves Saint Laurent und drei Kleider aus dem Besitz von Ingrid Bergman. In drei Räumen treffen Courrèges, Laug und Cardin aus dem Space Age auf die weißen und schwarzen Werke Alberto Burris. Danach ist Roberto Capucci ein eigener Raum gewidmet, bevor Pailletten von Enrico Coveri aus den 1980er Jahren den Rundgang beschließen.
Das Museum besitzt rund 15.000 Kleidungsstücke und tauscht die Auswahl aus dem 20. Jahrhundert jedes Jahr aus – diese 40 Stücke sind also nicht lange zu sehen. Die Ausstellung befindet sich in der Palazzina della Meridiana. Der Eintritt ist im Ticket für den Palazzo Pitti enthalten: 16 € vor Ort, 19 € bei Vorabbuchung. Geöffnet Dienstag bis Sonntag von 8:15 bis 18:30 Uhr.
Das Turandot-Kleid und Chinis Triptychon
Achten Sie auf das Kleid, das Chinis Frau 1926 zur Premiere an der La Scala trug. Die Seide ist mit Motiven aus China, Japan und Indien verziert; daneben hängt das Gemälde ihres Mannes.
Ingrid Bergmans Garderobe
Drei Kleider aus dem Besitz der Schauspielerin hängen im Raum zur Nachkriegszeit, darunter eines des römischen Modehauses Gattinoni.
Der Capucci-Raum
Ein ganzer Raum ist Roberto Capucci gewidmet. Seine Kleider setzen auf Volumen, Struktur und Farbe und erinnern eher an Skulpturen als an Schneiderkunst.
Coveris Pailletten
Der Rundgang endet mit leuchtenden, paillettenbesetzten Stücken von Enrico Coveri aus den 1980er Jahren, die durch ihre provokanten Schnitte auffallen.
iVasari Corridor
iUffizi Gallery
Uffizi Gallery