Was läuft in Chicago
Ein Werk aus Slow Dance im MCA Chicago

Museum of Contemporary Art Chicago · Near North Side / Streeterville

Slow Dance

Jetzt zu sehen12. September 2026 – 14. März 2027·22 $

Sechs Künstler:innen eignen sich Formen der Langsamkeit wieder an, die sich dem zeitgenössischen Anspruch widersetzen, ständig Leistung zu erbringen – in Malerei, Skulptur, Video und Live-Performance.

Eine Tänzerin streckt sich, macht sich warm und bereitet sich auf eine Performance vor, die nie beginnt. Das ist Cally Spooners Warm Up: Vom 3. November bis zum 20. Dezember dauert die Performance jeweils drei Stunden – Bears-Fans können das vermutlich gut nachempfinden.

Warm Up ist eines von vier Live-Werken, die sich in den Galerien im zweiten Stock abwechseln. Dazu kommen Malerei, Skulptur und Video von sechs Künstler:innen – alle Werke kreisen um den Druck, bei der Arbeit, online und in der Öffentlichkeit ständig Leistung zu erbringen. Bis zum 18. Oktober improvisieren zwei Tänzer:innen zu beiden Seiten der wandartigen Trennwände von Melanie McLain. Im Januar übernehmen die sechs Tänzer:innen von Brendan Fernandes den Raum. Ab dem 16. Februar werden Gordon Halls Performer:innen auf Transportliegen durch den Raum getragen. Ein Blick in den Spielplan lohnt sich: Die Performances finden nur an ausgewählten Tagen statt, meist dienstagabends und am Wochenende nachmittags.

I-M Magazine bezeichnete die Ausstellung als „eine fesselnde, zum Nachdenken anregende Ausstellung“. Der Eintritt ist im Ticket enthalten (22 Dollar, 19 Dollar für Einwohner:innen Chicagos, kostenlos für alle bis einschließlich 18 Jahre). Einwohner:innen von Illinois haben dienstags von 17 bis 21 Uhr freien Eintritt.

Nicht verpassen

  • Melanie McLain, Peripersonal (bis 18. Okt.)

    Wandartige Trennwände nach dem Vorbild von Büroarchitektur teilen den Raum zwischen zwei Tänzer:innen. Sie improvisieren im Wechselspiel miteinander und mit den Grenzen, die ihnen die Struktur setzt.

  • Cally Spooner, Warm Up (3. Nov. bis 20. Dez.)

    Eine Tänzerin streckt sich und bereitet sich in einer Endlosschleife auf eine Performance vor, die nie stattfindet.

  • Brendan Fernandes, Inaction (5. Jan. bis 7. Feb.)

    Sechs Tänzer:innen halten sich im Kreis an den Händen, erklimmen triumphierend eine Skulptur und lösen sich dann voneinander, um in unbewegten Tableaus stillzustehen.

  • Gordon Hall, Hands and Knees (16. Feb. bis 14. März)

    Performer:innen liegen auf skulpturalen Transportliegen und werden durch die Galerie getragen. Anschließend setzt man sie auf jeweils zwei Stühle, damit sie sich ausruhen können.

Gut für

  • Abendbesuche
  • Stadtkenner

Nichts für dich, wenn

Du kannst nur unter der Woche vor 17 Uhr kommen: Die Live-Performances finden dienstagabends und am Wochenende nachmittags statt.

Mit Kindern

Kostenlos für alle bis einschließlich 18 Jahre. Der Family Day: Take Your Time (9. Januar, 11 bis 15 Uhr) knüpft an diese Ausstellung an, ist kostenlos und wird in ASL gedolmetscht.

Gratis im selben Haus

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