iMuseum of Contemporary Art Chicago · Near North Side / Streeterville
Sechs Künstler:innen eignen sich Formen der Langsamkeit wieder an, die sich dem zeitgenössischen Anspruch widersetzen, ständig Leistung zu erbringen – in Malerei, Skulptur, Video und Live-Performance.
Eine Tänzerin streckt sich, macht sich warm und bereitet sich auf eine Performance vor, die nie beginnt. Das ist Cally Spooners Warm Up: Vom 3. November bis zum 20. Dezember dauert die Performance jeweils drei Stunden – Bears-Fans können das vermutlich gut nachempfinden.
Warm Up ist eines von vier Live-Werken, die sich in den Galerien im zweiten Stock abwechseln. Dazu kommen Malerei, Skulptur und Video von sechs Künstler:innen – alle Werke kreisen um den Druck, bei der Arbeit, online und in der Öffentlichkeit ständig Leistung zu erbringen. Bis zum 18. Oktober improvisieren zwei Tänzer:innen zu beiden Seiten der wandartigen Trennwände von Melanie McLain. Im Januar übernehmen die sechs Tänzer:innen von Brendan Fernandes den Raum. Ab dem 16. Februar werden Gordon Halls Performer:innen auf Transportliegen durch den Raum getragen. Ein Blick in den Spielplan lohnt sich: Die Performances finden nur an ausgewählten Tagen statt, meist dienstagabends und am Wochenende nachmittags.
I-M Magazine bezeichnete die Ausstellung als „eine fesselnde, zum Nachdenken anregende Ausstellung“. Der Eintritt ist im Ticket enthalten (22 Dollar, 19 Dollar für Einwohner:innen Chicagos, kostenlos für alle bis einschließlich 18 Jahre). Einwohner:innen von Illinois haben dienstags von 17 bis 21 Uhr freien Eintritt.
Melanie McLain, Peripersonal (bis 18. Okt.)
Wandartige Trennwände nach dem Vorbild von Büroarchitektur teilen den Raum zwischen zwei Tänzer:innen. Sie improvisieren im Wechselspiel miteinander und mit den Grenzen, die ihnen die Struktur setzt.
Cally Spooner, Warm Up (3. Nov. bis 20. Dez.)
Eine Tänzerin streckt sich und bereitet sich in einer Endlosschleife auf eine Performance vor, die nie stattfindet.
Brendan Fernandes, Inaction (5. Jan. bis 7. Feb.)
Sechs Tänzer:innen halten sich im Kreis an den Händen, erklimmen triumphierend eine Skulptur und lösen sich dann voneinander, um in unbewegten Tableaus stillzustehen.
Gordon Hall, Hands and Knees (16. Feb. bis 14. März)
Performer:innen liegen auf skulpturalen Transportliegen und werden durch die Galerie getragen. Anschließend setzt man sie auf jeweils zwei Stühle, damit sie sich ausruhen können.
Du kannst nur unter der Woche vor 17 Uhr kommen: Die Live-Performances finden dienstagabends und am Wochenende nachmittags statt.
Kostenlos für alle bis einschließlich 18 Jahre. Der Family Day: Take Your Time (9. Januar, 11 bis 15 Uhr) knüpft an diese Ausstellung an, ist kostenlos und wird in ASL gedolmetscht.
iRichard H. Driehaus Museum
iRichard H. Driehaus Museum
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