iMuseum Van LoonGrachtengordel
Vier gewebte Wandteppiche des malaysischen Textilkünstlers Marcos Kueh im Red Bedroom – ein letzter Liebesbrief an seinen Vater, der das Baldachinbett des leeren Himmelbetts aufgreift.
Hinter vier gewebten Wandteppichen im Red Bedroom hat Marcos Kueh immer wieder die Worte „I love you“ eingewebt. Sie sind seinem Vater gewidmet – Worte, die Kueh schwer über die Lippen kommen, solange sein Vater noch lebt. Deshalb nennt das Museum die Arbeit einen letzten Liebesbrief.
Sie betreten ein Schlafzimmer aus dem 17. Jahrhundert. Das Himmelbett steht leer unter seinem Stoffbaldachin, auf das Kuehs Webarbeiten antworten. Kueh, 1995 in Sarawak auf Borneo geboren, kam vom Grafikdesign und der Werbung zum Weben. Hier lenkt er den Blick auch auf die Imari-Vasen des Raums – Gegenstände, die an ihrem Herkunftsort eine ganz andere Bedeutung gehabt haben mögen – und darauf, wie Vertrautes im Museum zugleich wiedererkennbar und fremd wirken kann.
Vier Arbeiten in einem einzigen Raum des Hauses. Der Eintritt kostet 17,50 € (9,75 € für 6- bis 18-Jährige, mit Museumkaart frei); vor Ort ist nur Kartenzahlung möglich. Kueh hält am Samstag, dem 12. Dezember, von 15 bis 17 Uhr ein Künstlergespräch auf Englisch. Der Aufpreis beträgt 5 €.
Das leere Himmelbett
Betrachten Sie zuerst den Stoffbaldachin: Kuehs vier Wandteppiche spiegeln ihn – Textil antwortet auf Textil im Red Bedroom.
Die Worte hinter dem Gewebe
Auf der Rückseite der Wandteppiche wiederholt Kueh endlos „I love you“ – die Botschaft an seinen Vater, die er nur schwer laut aussprechen kann.
Die Imari-Vasen
Als Teil der historischen Schlafzimmereinrichtung lenken sie den Blick auf Gegenstände, deren Wert Kueh Sie aus der Perspektive ihres ursprünglichen Umfelds betrachten lässt.
Sie möchten eine umfassende Ausstellung sehen: Hier sind vier Wandteppiche in einem einzigen Schlafzimmer des Hauses zu sehen.