Der Palazzo Farnese gilt als der wohl großartigste Renaissancepalast Roms. Ihn zu besichtigen fühlt sich fast wie ein kleines Privileg an – denn es handelt sich um eine aktive Botschaft und kein reguläres Museum. Ein Besuch erfordert daher eine Voranmeldung, eine geführte Tour und Sicherheitskontrollen. Der Bau begann 1517 für Kardinal Alessandro Farnese (den späteren Papst Paul III.). An seiner Gestaltung wirkte eine regelrechte Staffel von Renaissance-Größen mit: Antonio da Sangallo der Jüngere, Michelangelo (der das ikonische Gesims und das Obergeschoss der Fassade entwarf), Vignola und Giacomo della Porta. Der eigentliche Höhepunkt eines Besuchs ist die Galleria Carracci im Piano Nobile: ein tonnengewölbter Saal, den Annibale Carracci zwischen 1597 und 1607 mit Szenen aus Ovids Metamorphosen ausmalte. Kunsthistoriker stellen diesen Zyklus auf eine Stufe mit der Decke der Sixtinischen Kapelle und Raffaels Stanzen als einen der drei großen Freskenzyklen Roms. Die meisterhafte illusionistische Technik – Scheinarchitektur, gemalte Bilder im Bild und Figuren, die förmlich aus ihren Rahmen heraustreten – begründete im Grunde die barocke Deckenmalerei. Auch die übrigen Räume des Palastes beeindrucken: der Salon d'Hercule, das Camerino Carracci und der Ausblick über die Piazza Farnese. Seit 1936 dient der Palazzo als französische Botschaft in Italien (auf Grundlage eines 99-jährigen Pachtvertrags mit dem italienischen Staat). Das bedeutet: Fotografierverbot, Ausweispflicht und stark begrenzte Besuchszeiten – aber eben auch ein makellos gepflegtes Gebäude. Buchen Sie nach Möglichkeit auch die Besichtigung des Untergeschosses: Die archäologischen Überreste darunter eröffnen eine weitere faszinierende Schicht der römischen Geschichte.
| Mon | 15:00–18:00 |
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| SatToday | Closed |
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From €15
Standard tour €15. Palazzo + Basements €20. Palazzo + Ecole Française €22. Free under 6. Nominative tickets, non-refundable. Book 5-90 days in advance.
Cegeste (CC BY-SA 4.0)